Radon ist ein aus dem Boden kommendes radioaktives Gas. Es dringt in Gebäude ein und belastet unsere Gesundheit.

Die EU-Kommission und deren Gesundheitsminister empfehlen die Konzentration von Radon im Wohnbereich und an Arbeitsplätzen so gering wie möglich zu halten. Die neue EU-Richtlinie hat die Referenzwerte für die zulässigen Radonbelastungen deutlich gesenkt. Es ist eine exakte, ausführliche Radonmessung über einen längeren Zeitraum (Monate) notwendig um einen zuverlässigen, bewertbaren Jahresmittelwert zu bestimmen. Nur eine physikalische Messung kann die wirklich vorhandene Radonkonzentration ermitteln.

Studien zeigen, dass die Krebsrate ab 140 Bq/m³ ansteigt.  Wenn der zulässige Referenzwert von 100 Bq/m³ überschritten ist, ist es meist mit einfachem Maßnahmen möglich, eine effiziente Radonreduzierung und damit gesundheitliche Entlastung zu erreichen. Besonders nach energetischen Haussanierungen ist eine Radon-Messung unabdingbar, denn durch den geringeren Luftaustausch kann sich vermehrt Radon in den Wohnräumen ansammeln.

Radon-Messung
Radon messen

Radon ist in Gesteinen der Erde enthalten. Je nach geologischem Untergrund kann mehr oder weniger Radongas aus dem Boden und in Gebäude hinein freigesetzt werden. Wenn das Haus im Keller- bzw. Fundamentbereich nur geringfügig undicht ist oder Leckagen aufweist, dann kann das Radongas ins Hausinnere eindringen und sich dort ausbreiten. Das Gebäude kann wie ein Abluftkamin das Gas aus dem Boden saugen und die Radonkonzentration im Inneren deutlich erhöhen.

Radonmessungen: Ich verschaffe mir mit Messgeräten einen ersten Überblick in den Räumen Ihres Hauses. Mit einem Luftsammler wird in ausgewählten Zimmern über 7 Tage Dauer gemessen. Wenn beide Messungen eine Radonbelastung über dem Referenzwert anzeigen, wird eine Langzeitmessung über 3-6 Monate durchgeführt. Wir ermitteln dann die Ursache des Radoneintritts und planen geeignete Sanierungen.

Es gibt keinen Schwellenwert unterhalb dessen kein Risiko besteht. Selbst kleine Radonkonzentrationen können das Risiko für Lungenkrebs erhöhen. Die radioaktiven Zerfallsprodukte des Radon, die in der Lunge verbleiben, sind problematisch. Radon hat den größten Anteil an natürlicher Radioaktivität.

Nach Möglichkeit sollte ein Grundstück schon vor der Bebauung auf Radon hin gemessen werden, damit ggf notwendige bautechnische Maßnahmen getroffen werden können.
Besonders nach energetischen Haussanierungen ist eine Radon- Messung unabdingbar, denn durch den geringeren Luftaustausch kann sich vermehrt Radon in den Wohnräumen ansammeln.

Aktuell:
Nach dem neuen Strahlenschutzgesetz, das am 31.12.2018 in Kraft tritt müssen ab 2019 Innenräume und Arbeitsplätze mit einem Durchschnittswert von über 300 Becquerel (pro Kubikmeter Luft) saniert werden. Bis Ende 2020 werden Risikogebiete identifiziert, in denen die Radonwerte an allen Arbeitsplätzen im Erdgeschoss und im Untergeschoss verpflichtend gemessen werden müssen.

Eine
Radonmessung ist ein Muss für die Gesundheit. Alle weiteren Details zum Thema Radon finden Sie hier.


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